Mit einer Begrüßung auf Deutsch hatte ich bei diesem Termin auf der Paris Motor Show nicht gerechnet. Und noch weniger damit, dass mein chinesischer Interviewpartner unsere Sprache nahezu fließend spricht.
Clifford Kang lächelt und erzählt von seinen insgesamt zwölf Jahren bei BMW. Zwei davon verbrachte er in München, wo er auch die deutsche Sprache gelernt hat.
Heute sitzt Kang im Vorstand des chinesischen Autokonzerns Seres und hat eine ambitionierte Mission: Mit der jungen Luxusmarke Aito will er ausgerechnet in dem Markt Fuß fassen, den deutsche Hersteller wie Audi, BMW und Mercedes seit Jahrzehnten dominieren. Dabei wirkt Kang deutlich nahbarer als viele Vertreter chinesischer Automarken. Stattdessen spricht er offen über die Herausforderungen, die Aito in Europa erwarten.